Google Street View im Sommerloch 2010
0 Kommentare
Es gibt eine gute Nachricht: Google Street View wird bald auch für deutsche Städte verfügbar sein. Endlich!
Einige Politiker nutzen jedoch das Sommerloch für Panikmache gegen Google, um von den tatsächlichen Problemen und politischen Versäumnissen abzulenken. Mit Populismus und Aktionismus versuchen sie, sich als “Kümmerer” zu profilieren. Leider gehören dazu auch SPD-Abgeordnete aus Landesparlamenten und dem Bundestag, die das Motto “moderne Netzpolitik” offenbar nicht verstanden haben.
Häuser sind immer öffentlich sichtbar – früher, heute und zukünftig. So ist das Leben. Wer sich aufgrund dieser Tatsache jetzt plötzlich vor Angst in die Hose macht, dem empfehle ich einen unterirdischen Bunker. Und vielleicht sollten grundsätzlich alle Landkarten verboten werden, um Einbrüche zu erschweren?
Um die Hoffnung auf netzpolitischen Verstand in Deutschland nicht zu verlieren, habe ich eine Linkliste mit schlauen Texten von Bloggern und Journalisten erstellt …
- Dank Jennifer Koch stehen sie nun mit Namen UND Haus suchbar im Internet …
- Das Streetview-Sommerloch
- Gebäudedatenbank statt Fotosammlung
- Google Street View-Widerspruch-Widerspruch
- Google Street View: Die lächerliche Angst vorm bösen Blick
- Google Street View? Wie herrlich!
- Google-Streetview-Argumentationshilfe für Volksvertreter
- Google: Wie ich lernte, Street View zu lieben
- Politiker sollen nicht pixeln, sondern Gesetze machen: Die Pixel-Politiker
- Pro Google Street View
- Relationen | Die Kameraposition bei Street View.
Bundespräsident im dritten Anlauf
0 Kommentare
Die 14. Bundesversammlung erlebte am 30. Juni 2010 im Reichstagsgebäude einen Wahlmarathon, denn die Entscheidung fiel erst im dritten Wahlgang. Christian Wulff (CDU) erreichte letztendlich die erforderliche Mehrheit. Die ersten beiden Wahlgänge waren ein Denkzettel für Angela Merkel (CDU) und die Bundesregierung.
SPD und Grüne hatten Joachim Gauck (parteilos) als Kandidaten nominiert. Er erreichte in den letzten Wochen die höchsten Sympathiewerte in der Bevölkerung.
Fakt ist auch: Hätte Die Linke (SED/PDS) im ersten Wahlgang Gauck gewählt, wäre Gauck jetzt Bundespräsident. Ihre Kandidatin Luc Jochimsen (Die Linke) hatte nie eine reale Chance.
Immerhin bewies Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) während der Bundesversammlung wieder Humor.
Ein spannender politischer Prozess – ausgelöst durch den Rücktritt von Horst Köhler – ging zu Ende. Jetzt kann Wulff zeigen, ob er ein guter Bundespräsident ist.
- Der Zuckerwatte-Präsident (Michael Spreng)
- Bundespräsidentenwahl: Half Koch Wulff ins Amt? (hr-online)
Roland Koch verlässt die politische Bühne
0 Kommentare
Die Überraschung ist ihm gelungen: Roland Koch (CDU) verkündete heute, dass er seinen Rückzug aus der Politik plant. Er wird noch in diesem Jahr alle politischen Ämter niederlegen.
Was soll ich dazu sagen? Es ist ein guter Tag für Hessen und die politische Kultur in Deutschland.
- Erklärung zur Niederlegung seiner politischen Ämter (Hessische Staatskanzlei)
- Koch geht … (hr-online)
Wahlbeteiligung: Quo vadis?
0 Kommentare
Die stetig sinkende Wahlbeteiligung finde ich erschreckend. Bei Bundes-, Europa- und Landtagswahlen zeichnet sich seit einigen Jahren ein Abwärtstrend ab.
Ich bin gegen eine Wahlpflicht, aber Demokratie lebt vom Mitmachen. Wer selbst nicht wählt, der sollte sich nicht über Politiker/Parteien oder Wahlergebnisse beschweren. Es gibt genug demokratische Kandidaten/Parteien und als Protest kann außerdem ein leerer bzw. ungültiger Stimmzettel abgegeben werden.
Wer freie Wahlen nicht zu schätzen weiß, der sollte sich daran erinnern, dass es vor 20 Jahren noch die DDR gab.
Ich sehe jedoch auch Potenzial für Verbesserungen: Kein “Dauerwahlkampf” mehr, sondern stärkere Bündelung der Wahltermine.
BTW: Im Jahr 2002 hatte ich mich schon mal über Nichtwähler geäußert.
NRW: Qual (nach) der Wahl
0 Kommentare
Ich freue mich über den Denkzettel für die CDU. Schwarz-Gelb wurde abgewählt, nur leider haben auch SPD und Grüne keine eigene Mehrheit. Die theoretischen Möglichkeiten sind eine Chance und Herausforderung zugleich – das Fünf-Parteien-System lässt grüßen.
Ich denke, eine Große Koalition würde der CDU, SPD und dem Land Nordrhein-Westfalen mehr schaden als nutzen. Die Linke ist mir grundsätzlich suspekt. Die FDP glänzt durch Arroganz und ist noch nicht in der Realität angekommen. Und jetzt?
Letztendlich können nur die Parteien vor Ort entscheiden, welche Koalition zukunftsfähig ist.
Volle Kraft voraus!
0 Kommentare
Mit Hannelore Kraft (SPD) für Nordrhein-Westfalen.
Und was machen Populist Jürgen Rüttgers und seine CDU? Sie singen lieber sinnbefreite Schlagerschnulzen, statt mit Inhalten zu glänzen:
Also, bei der Landtagswahl in NRW am 09. Mai 2010 abwählen!
SPD-Netzpolitik in Berlin
0 Kommentare
Die “Piraten in der SPD” haben inzwischen lokale/regionale Initiativen gegründet. Eine Übersicht der Aktivitäten bietet Netzpolitik@vorwärts.de.
Auch ich engagiere mich in der Partei seit ein paar Monaten verstärkt für Netzpolitik. Bei den “Berliner Treffen zur sozialdemokratischen Netzpolitik” sind Arbeitsgruppen entstanden – ich beteilige mich an den beiden AGs Datenschutz und Netzzugang. Die Ergebnisse sollen letztendlich in Anträge auf Parteitagen und Wahlprogramme einfließen.
Bei Twitter etabliert sich langsam der Hashtag #spdnetz (Kombination aus #SPD und #Netzpolitik) für unsere Aktivitäten.
Verfassungsbeschwerde gegen ELENA
0 Kommentare
Der FoeBuD e.V. organisiert die Verfassungsbeschwerde gegen ELENA (elektronischer Entgeltnachweis). Ich bin als Unterzeichner dabei – wie schon bei der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung.
Jetzt mitmachen: Die Frist wurde bis zum 29. März verlängert.
Populisten an der Macht
0 Kommentare
Populisten sterben offenbar nicht aus. Im Jahr 2010 kämpfen bisher vor allem Roland Koch (CDU) und Guido Westerwelle (FDP) um einen Platz in der ersten Reihe …
Roland Koch – Debatte ab 16.01.2010:
- Der alte Koch ist wieder da, Michael Spreng
- Koch fischt in seichten Gewässern, SPD-Bundestagsfraktion
- Koch verteidigt seine Hartz-IV-Ideen, hr-online
Guido Westerwelle – Debatte ab 11.02.2010:
- Westerwelle zerbröselt, Michael Spreng
- Diskussionskultur, du Arsch, Kai Bojens
- Westerwelle – eine Linksammlung, Jens Scholz
- Westerwelle im Endstadium, Malte Welding
Oskar Lafontaine (Die Linke) und Jürgen Rüttgers (CDU) müssen sich anstrengen, wenn sie nicht den Anschluss verlieren wollen.
Lobbyisten und Politiker
1 Kommentar
Ich empfehle die Artikel zum aktuellen Wochenthema von “Der Freitag” über den Einfluss von Lobbyismus auf die deutsche Politik: “War ich gut?”
Dort werden auch Lobbyisten genannt, die es bis in Ministerien der neuen Bundesregierung geschafft haben.
